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Veranstaltungsreihe "Sexualität – (k)ein Tabuthema bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Beeinträchtigungen"

Vortrags- und Seminarreihe 2015/2016

 

Das Thema „Sexualität bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Beeinträchtigung“ ist für Eltern, pädagogische MitarbeiterInnen, SchulbegleiterInnen und LehrerInnen und vor allem für die Betroffenen selbst von großer Bedeutung, wird aber öffentlich immer wieder tabuisiert.

Zusammen mit der Lebenshilfe Würzburg e.V., dem Autismus Kompetenzzentrum Unterfranken e.V. und der Robert Kümmert Akademie gGmbH organisiert der Förderverein Sozialpädiatrie Würzburg e.V. ab Herbst 2015 eine Veranstaltungsreihe.

Die unterschiedlichen Formate (Vorträge, Seminare) ermöglichen sowohl eine grundsätzliche Information zu einem ausgewählten Schwerpunkt wie auch eine Vertiefung in kleineren Gruppen. Ein Angebot richtet sich direkt an Jugendliche und junge Erwachsene.

Informationen zur Veranstalltungsreihe finden Sie auf unserem  Flyer,
mit diesem Formular
können Sie sich verbindlich zur Veranstaltung anmelden.

Projekt “Informationsveranstaltungen zur Inklusion” in Kindergärten

Seit Verabschiedung der Behindertenrechts-Konvention in Deutschland 2009 haben alle Eltern u.a. das Recht, selbst zu entscheiden, ob ihr behindertes Kind eine sonderpädagogische Einrichtung oder den Regelkindergarten bzw. die Regelschule am Heimatort besucht. Diese Entscheidung kann sehr schwierig sein.

Einerseits möchten viele Eltern, dass das Kind zusammen mit den Kindern aus der Nachbarschaft, mit denen es spielt, auch den Kindergarten oder die Schule besucht. Durch das natürliche Zusammenleben und –lernen von normalen und entwicklungsauffälligen Kindern können gerade Kinder mit besonderen Bedürfnissen viel profitieren. Andererseits können diese Kinder aber auch ausgegrenzt und gehänselt werden. Für Kinder mit schwerer Behinderung bzw. einer Autismus-Spektrum-Störung kann sonderpädagogische Einzelintegration und oder ein Schulbegleiter genehmigt werden. Außerdem müssen die Eltern für notwendige Förderbehandlungen, z.B. Physiotherapie oder Logopädie selbst verantwortlich sein.

Andererseits gibt es gerade in Würzburg sehr gut eingerichtete sonderpädagogische Institutionen, z.B. Schulvorbereitende Einrichtungen (SVE) und Förderschulen, in denen die entwicklungsauffälligen Kinder in kleinen Klassen von einem erfahrenen Team betreut werden. Oft müssen die Kinder aber lange Busfahrten in Kauf nehmen, sie sind ganztags in der Schule und erhalten dort meist am Nachmittag im Hort zusätzliche Therapie-Maßnahmen.

In Deutschland besteht für alle Kinder ab dem 6. Lebensjahr Schulpflicht. Leider wird die Schulentscheidung oft lange hinausgezögert, so dass dann wenig Zeit bleibt, sich die Konsequenzen genauer zu überlegen. Hierzu ist vor allem eine möglichst frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema und eine genaue Untersuchung der Möglichkeiten und Grenzen notwendig, die das betroffene Kind und seine Eltern, aber auch die Schule und die Eltern der anderen Kinder haben.

In dieser komplexen Problematik besteht ein großer Informationsbedarf, ob z.B. ein Kind mit einer Zerebralparese, einer Spina bifida, Seh- oder Hörstörungen, einer Trisomie 21 (Down Syndrom) oder anderen Ursachen von Entwicklungs- und Verhaltensstörungen, chronischen Krankheiten oder Behinderungen eine Regeleinrichtung besuchen kann.

Der Verein “Förderung Sozialpädiatrie” will die Qualität der Informationsvermittlung und Beratung für die betroffenen Eltern, für Erzieher/innen und Lehrer/innen, für Mitarbeiter/innen der verschiedensten Institutionen und die Öffentlichkeit verbessern und die Vernetzung der bestehenden Einrichtungen fördern.

So bietet er z.B. an, Informationsveranstaltungen für Mitarbeiter von Kindertages-Einrichtungen und betroffene wie nicht betroffene Eltern zu unterstützen, indem z.B. kompetente Referenten gesucht, die Fahrtkosten für Referenten, z.B. aus dem Bereich der Frühförderung, den Beratungseinrichtungen oder dem Sozialpädiatrischen Zentrum übernommen werden. Es soll ein Arbeitskreis zum Informationsaustausch über Themen der Inklusion gebildet und die Qualifikation von Mitarbeiter/innen gefördert werden. Außerdem sind öffentliche Informationsveranstaltungen geplant.